E-Mailen

Worum geht es?

Auch E-Mailen verbraucht Energie und hinterlässt damit einen ökologischen Fußabdruck. Der Energieverbrauch entsteht vor allem in den Rechenzentren und auf Deinem Endgerät. Denn ohne 24/7-Betrieb gigantischer Serverfarmen in Rechenzentren würden Deine E-Mails nicht verschickt werden. Und das verbraucht Strom und auch Wasser. 

Gleichzeitig entscheidest Du mit der Art und Weise wie Du E-Mails abrufst, liest und speicherst über den Energieverbrauch. Zuhause im WLAN ist es zum Beispiel deutlich energieärmer als übers Mobilfunknetz.

 

ABER: Im Vergleich zum klassischen Postversand gilt E-Mailen nach wie vor als die umweltschonendere Alternative, weil sie eben papierlos und abgasfrei unterwegs ist. Doch Vorsicht: Auch bei der E-Mail kann ein sogenannter Rebound-Effekt drohen. D.h. Effizienzsteigerungen führen zu Mehrverbrauch, wodurch die ursprünglichen Einsparungen teilweise wieder aufgehoben werden.

Umso besser, wenn Du den CO2 Ausstoß Deiner E-Mails und Newsletter-Kampagnen soweit wie möglich reduzierst, um nachhaltiger zu emailen. Es gibt ein paar einfache Tipps, mit denen Du im Handumdrehen CO2 einsparen kannst und somit umweltfreundlicher mailst.

Zahlen & Daten

…ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Quelle ist jeweils verlinkt. 

  • Der CO2-Fußabdruck einer E-Mail: 0,3 g CO2e bei einer Spam-E-Mail, über 4 g CO2e bei einer normalen E-Mail bis hin zu 50 g CO2e bei einer E-Mail mit einem Foto oder einem umfangreichen Anhang.
  • 2019 wurden täglich fast 107 Milliarden Spam-E-Mails versandt und empfangen. Wenn jeder Mensch nur 10 dieser E-Mails regelmäßig löschen würde, könnten 1.725.00 Gigabyte Speicherplatz und rund 55,2 Millionen Kilowatt Strom eingespart werden.
  • Prognosen sagen voraus, das sich die Anzahl der täglich versendeten und empfangenen E-Mails weltweit im Jahr 2021 auf 319,6 Milliarden belaufen. Im Jahr 2025 soll sich die Zahl auf 376,4 Milliarden Mails pro Tag erhöhen.
  • Werden pro Person weltweit 11 Emails pro Tag endgültig gelöscht, sparen wir 91.000t CO2 pro Jahr ein.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit

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Miste regelmäßig aus! Lösche alle alten Emails (inkl. Newsletter, Werbung & Co), die Du nicht mehr benötigst. Achtung! Bitte wirklich löschen – also auch Papierkorb, Spam-Folder und Verzeichnis ‚Gesendete Objekte‘ leeren. Denn auch diese E-Mails werden in der Cloud gespeichert und verbrauchen Strom.

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Melde Dich von Newslettern ab, die Du sowieso nicht liest.

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Lass automatisch löschen. Du kannst die Postfachgröße und damit den benötigten Speicherplatz verringern, indem Du einstellst, das alte Elemente automisch gelöscht oder zumindest ins Archiv verschoben werden. Archiv dann auch regelmäßig leeren.

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Nutze nicht nur selbst Ökostrom, sondern achte auch darauf, das Dein Mail-Provider 100% Ökostrom bezieht (z.B. posteo.de und mail.de)

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Ist ein Email-Hosting in Deinem Website-Hosting inbegriffen? Dann achte darauf, dass Dein Website Hoster grün ist.

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Installiere Spam-Filter gegen unerwünschte Mails. Spaim-Mails sind ärgerlich, gefährlich und produzieren eine Menge unerwünschter Emmissionen.

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Verzichte auf den Versand von Bilddateien oder halte die Dateigröße verschickter Bilder (inkl. Logo) klein. Je kleiner die Datei, desto weniger Datenvolumen muss übertragen werden.

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Deaktiviere das automatische Laden und Anzeigen von Bilddateien

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Verschicke keine großen Anhänge an viele Empfänger, sondern verlinke auf eine cloud-gespeicherte Datei.

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Wähle eine E-Mail Marketing Software, die verantwortungsbewusst handelt und einen CO2-freundlichen Ansatz verfolgt.

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Reduziere die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger. Ist jede Email für Alle interessant?

Hilfreiche Tools

Kostenlose Tools zum Komprimieren von Bildern: tinypng.com oder imagecompressor.com/

Proprietäre Angebote wie Netflix, Outlook, Photoshop & CO kennt jeder. Doch mittlerweile gibt es auch genauso gute Freeware. Suchst Du Alternativen dann schau mal bei AlternativeTo vorbei.

Auch auf GoodReports findest Du Alternativen zu den großen Tech-Giganten. 

Links & Lesetipps

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